Eberls letzter Punkt auf der to-do-Liste

Nach dem Wechsel von Jannik Vestergaard und den Verletzungen von Nico Elvedi und Neuzugang Michael Lang ist davon auszugehen, dass Eberl noch einen letzten Punkt auf seiner to-do-Liste in der diesjährigen sommerlichen Transferperiode abzuarbeiten hat: einen Innenverteidiger, vorzugsweise einen Linksfuß, verpflichten.

Lange Zeit stand die Rückholaktion von Reece Oxford hoch im Kurs, der 19-jährige Engländer bestritt für die Borussia in der Vorsaison acht Partien – und wusste nachhaltig zu überzeugen. Da sein derzeitiger Verein West Ham United nicht unbedingt mit ihm plant und der Club – sofern keine Spieler mehr verkauft werden – die Richtlinien und Regeln des Financial Fair Play missachtet hat, liegt ein Wechsel des Defensivtalents nahe. Sah es im Juli noch sehr vielersprechend in der Causa Oxford aus, so hat sich Eberl nun von einer Verpflichtung abgewandt. Ein Wechsel in die Bundesliga zu einem der zahlreichen anderen deutschen Interessenten – darunter RB Leipzig und Eintracht Frankfurt – ist dennoch wahrscheinlich, im Trikot der Borussia wird der Verteidiger allerdings vorerst nicht auflaufen.

Auch bei einem weiteren Talent scheiterte der Transfer: Borussia bot 15 Millionen für den 19-jährigen Diogo Leite vom FC Porto, der jedoch vor kurzem bei den Portugiesen seinen Vertrag verlängerte und einen Wechsel ausschloss.

Bei Marlon vom FC Barcelona, der ebenfalls seinen Vertrag demnächst verlängern wird, könnte eben jene Ausweitung des Arbeitspapiers Max Eberl zu Gute kommen. Die Verlängerung des bis 2020 datierten Vertrags um zwei weitere Jahre ermöglicht mehr Spielraum für potenzielle Leihgeschäfte – beispielsweise mit Borussia Mönchengladbach. Der 22-Jährige stand kurz vor einem Wechsel auf die Insel zu den „Magpies“, ihm fehlt jedoch die Arbeitserlaubnis im Vereinigten Königreich, weshalb der Transfer am britischen Deadline-Day doch noch platzte. Der Brasilianer hat beim FC Barcelona in der kommenden Saison wohl kaum mit viel Einsatzzeit zu rechnen, auch schon in der letzten Spielzeit bot sich eine Leihe an, er lief unter Lucien Favre als Stammspieler beim OGC Nizza auf und stabilisierte zusammen mit Landsmann Dante die Defensive.

Ein vierter junger Innenverteidiger, der mit Borussia in Verbindung gebracht wird, ist Jonathan Panzo. Der 17-Jährige wechselte erst im Sommer aus der Jugend des FC Chelsea zum AS Monaco. Der Linksfuß war dem Club aus dem Fürstentum schätzungsweise 3 Millionen Euro wert. Ähnlich wie bei Marlon bietet sich hier nur ein Leihgeschäft an, anders als bei Marlon wäre Panzo noch nicht ein Spieler, der schon in jenem zarten Alter die Ausfälle von Elvedi und Lang kompensieren kann.

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