Gegen die Bayern, für die Borussia – Nico Brandenburger im Interview

Mit einem Lächeln verlässt er das Trainingsgelände der Fortuna aus Köln. 2017 verließ er die Borussia und geht nun in seine zweite Saison in Liga 3.
Im Interview erzählt er uns u.a. warum er sich damals für die Borussia entschieden hat, was ihn immer wieder nach Mönchengladbach bringt und warum er nun in Köln auf dem Platz steht.

Zu Beginn berichtet er, warum er sich mittlerweile in Köln wirklich zuhause fühlt. Grund dafür: Seit kurzem kann er aktiv in Köln leben. Er besitzt eine Wohnung in der Großstadt und auch seine Freundin hat ihr Studium nach Köln verlegt.
Trotzdem zieht es den 23-Jährigen ab und zu nochmal nach Mönchengladbach um seine Internatsmutter Birgitt Lintjens zu besuchen.
Nach seinem Wechsel zur Borussia 2010 war das Internat sein Zuhause. Umso mehr konnte er sich über das Testspiel gegen die U23 in der Saisonvorbereitung freuen.

Spricht man den gebürtigen Berliner auf seinen Grund für den Wechsel zur Borussia an, so folgt eine kleine Geschichte. 2010 hatte er verschiedene Angebote vorliegen (u.a. vom FC Köln). Als ein Angebot vom FC Bayern kam war für ihn eigentlich klar, dass er zum Rekordmeister wechseln würde. Trotzdem schaute er sich das Trainingsgelände des VfL Wolfsburg und zum Schluss auch das der Borussia an. Diese schaffte es, ihn mit Trainingsbedingungen und ihrer Philosophie zu überzeugen. „In Gladbach hatte ich das Gefühl, dass man mich unbedingt haben wollte. Außerdem war das die Zeit in der Marc-Andre ter Stegen, Tony Jantschke oder Patrick Herrmann ihre Debüts gaben.“ Im Interview betont er zudem, dass er auch heute diese Entscheidung erneut treffen würde.

Der Grund für seinen Abgang zur Fortuna war dann die mangelnde Perspektive in der 1. Mannschaft. Nach einer von Verletzungen geprägten Leihsaison beim FC Luzern war es für ihn umso schwieriger sich gegen die große Konkurrenz auf der Sechser-Position (Granit Xhaka, Mahmoud Dahoud, Thorben Marx, Havard Nordtveit etc.) durchzusetzen. Interessant ist, dass ein aktueller Borusse, Thomas Kraus, einen großen Anteil am Wechsel hatte. Der heute 31-Jährige kam 2015 aus der Domstadt zur Borussia und pflegt auch heute noch engen Kontakt zu Brandenburger.
Trotzdem war diese Konkurrenz für ihn auch ein Vorteil, so konnte er viel von seinen Mitspielern lernen. Besonders hebt er hier Granix Xhaka und Christoph Kramer im zentral defensiven Mittelfeld hervor.
Fragt man ihn nach seinem besten Mitspieler, so fällt ohne groß zu überlegen der Name Raffael. Sowohl menschlich als auch fußballerisch hebt er den Brasilianer hervor.

Ein „Vorbild“ besitzt er hingegen nicht. „Ich habe mich nie an einem Spieler orientiert, ich versuche immer bei allen Spielern, die ich spielen sehe, mir etwas abzugucken.“ Und das sind ziemlich viele Spieler. Der 23-Jährige ist eindeutig ein wenig „fußballverrückt“. „Von der ersten bis zur 3. Liga schaue ich alles, insofern ich Zeit finde. Manchmal schaue ich auch die 4. Liga.“
Und auch die Borussia steht hier noch ganz oben. Wenn Zeit ist wird die Borussia Live verfolgt, wenn keine Zeit vorhanden ist wird direkt nach Abpfiff das Ergebnis eingesehen.

Trotz insgesamt 7 Jahren bei der Borussia formuliert der 23-Jährige seine Ziele bescheiden. Vorerst möchte er sich in der 3. Liga etablieren und dann langsam aber sicher nach oben in die 1. Liga kommen. Klar ist aber auch, wenn er nochmal die Chance bekommt zur Borussia zu wechseln und dort in der 1. Mannschaft spielen zu können würde er relativ schnell zusagen.

 

Nils

Fohlennews Gründer, Fan seit Kindheitstagen. Auch die U23 gehört zur Borussia. Twitter: hoppy1706

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