In der aktuellen Transferphase hat Max Eberl sich nicht nur an die Gladbacher Philosophie gehalten und junge Talente für die Zukunft verpflichtet, sondern mit Matthias Ginter und Vincenzo Grifo auch gestandene Spieler gekauft, die der Borussia bereits jetzt helfen können. Der Plan ist somit klar: Das aktuell hohe Niveau beibehalten und in der Zukunft mit wenigen Mitteln weiter oben dabei bleiben.

Mit Ginter konnte Eberl sogar einen neuen Transferrekord aufstellen. 17 Millionen soll der Abwehrmann, der aus Dortmund kam gekostet haben. Mit Titeln kennt sich der deutsche Nationalspieler aus. Neben dem Superpokal und dem DFB-Pokal gewann der 23-Jährige bereits den Confed-Cup und wurde sogar Weltmeister. Eine Reihe an Erfolgen, an die er bei der Borussia gerne anknüpfen darf.
Vincenzo Grifo kam aus Freiburg und war dort maßgeblich am Erfolg der letzten Saison beteiligt. Auch er hat bereits in der Bundesliga überzeugt und dürfte keine lange Eingewöhnungsphase benötigen. Sein Auftritt im Test gegen Wuppertal machte hier bereits Hoffnungen.

Trotzdem konnte sich die Borussia auch für die Zukunft rüsten. Mit Denis Zakaria kam ein Toptalent aus der Schweiz, das bereits in der kommenden Saison zu einigen Einsätzen kommen wird und vermutlich sogar Mo Dahoud beerben soll.
Mit der Leihe von Reece Oxford aus West Ham konnte Max Eberl eines der größten aktuellen Verteidiger-Talente für ein Jahr zum Niederrhein holen und eventuell sogar längerfristig binden.
Der 17-Jährige Mickael Cuisance kam fürs defensive Mittelfeld und soll bereits in der kommenden Saison an die erste Mannschaft und die Bundesliga heran geführt werden.
Julio Villalba, der bereits im Winter 2017 verpflichtet wurde steigt nun auch ins Training ein. Der Stürmer wurde vorerst für ein halbes Jahr zu seinem ehemaligen Verein verliehen, greift nun aber voll bei der Borussia an. Er soll den Abgang von Andre Hahn und die anhaltende Verletzung von Josip Drmic kompensieren und ähnlich wie Cuisance bereits an die Bundesliga heran geführt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Max Eberl in der aktuellen Transferphase mehr Geld in die Hand genommen hat, als er eingenommen hat und seinen Kader mit diesen Transfers zukunftssicher gemacht hat. Spieler, die nicht mehr in Dieter Heckings Philosophie passten oder den Verein verlassen wollten gingen und neue, hungrige Spieler mit großem Potenzial kamen an den Niederrhein. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die nächsten Jahre bei der Borussia entwickeln. Potenzielle Top-Spieler sind da, die durchaus auch in den nächsten Jahren gehalten werden können und die Borussa nicht in ein paar Jahren zu einem größeren Verein verlassen müssen oder wollen